Datenschutz ist Menschenrecht
Immer mehr Firmen haben großes Interesse Daten über uns zu sammeln. Das Geschäftsmodell von Google und Facebook – möglichst genaue Profile über alle unsere Lebensbereiche zu bilden – weckt zusehends das Interesse von Versicherungen, Arbeitgebern, Banken-, Gesundheits- und Handelsbranche. Ohne Schutz der Privatsphäre fließt bald jedes intime Detail unseres Lebens in die Berechnung unserer Versicherungskosten, Chancen auf den nächsten Job oder das Kreditrating beim neuen Händyvertrag. Alle Menschen müssen das Recht haben über die Verwendung ihrer Daten mit informierter Zustimmung selbst zu entscheiden. Der Erhalt von informationeller Selbstbestimmung ist eine notwendige Vorraussetzung für mündiges Handeln und ein Würdiges Leben im 21. Jahrhundert. Deshalb setzen wir uns in der EU Datenschutz Grundverordnung ein für einen zeitgemäßen, durchsetzbaren Datenschutz und die Prinzipien Privacy by Design und Privacy by Default.
Überwachung gefährdet unsere Demokratie
Mehr staatliche Überwachung macht uns nicht zwingend sicherer. Im Gegenteil es gibt auch eine Überdosis von Überwachung, die gefährlich für unsere Demokratie, toxisch für unsere Freiheit ist. Freiheit und Sicherheit sind beides Grundrechte, welche durch den Staat nur in begründeten Fällen mit dem gelindesten Mittel in verhältnismäßiger er Form eingeschränkt werden dürfen. Vor allem anlasslose Massenüberwachung macht uns alle nicht sicherer. Die Terror-Anschläge in der westlichen Welt seit 9/11 haben gezeigt, die Attentäter waren den Behörden bekannt, aber es fehlten die Fähigkeiten schon die bestehenden Daten auszuwerten. Ein größerer Heuhaufen macht uns nicht sicherer. Deshalb ist die Initiative für Netzfreiheit Teil des Arbeitskreis Vorratsdaten und setzt sich dort für eine faktenbasierte Sicherheitspolitik ein.